Physik im Theater

Öffentliche Vortragsreihe

Es ist ein Anliegen des Mainzer Instituts für Theoretische Physik, Themen aus der aktuellen Forschung allgemeinverständlich aufzubereiten und aus dem Campus hinaus zu tragen. Wir bedanken uns für die große Resonanz, die rege Teilnahme und interessanten Diskussionen und freuen uns auf weitere spannende Vorträge.

 

Sonntag, 3. Juli 2022, 19:00 Uhr - Großes Haus, Staatstheater Mainz

Prof. Dr. Karl Jakobs

(Universität Freiburg)

Vom Higgs-Teilchen zur Suche nach Neuer Physik – 10 Jahre nach der Entdeckung

@ Privat

Mit der Bekanntgabe der Entdeckung des Higgs-Teilchens am 4. Juli 2012 durch die Experimente ATLAS und CMS am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf wurde ein wichtiger Meilenstein in der Erforschung der fundamentalen Bausteine der Materie und der zwischen ihnen wirkenden Kräfte erreicht. Wo steht die Teilchenphysik heute, 10 Jahre nach dieser Entdeckung? Während der vergangenen 10 Jahre wurden am CERN sehr erfolgreich Proton-Proton-Kollisionen bei den bislang höchsten erreichbaren Energien aufgezeichnet. Im Vortrag werden Einblicke in die faszinierende Forschung am CERN gegeben; so werden der heutige Stand, die offenen Fragen sowie Perspektiven diskutiert.

Seit mehr als 25 Jahren ist Prof. Dr. Karl Jakobs an den Experimenten der Teilchenphysik bei höchsten Energien beteiligt. So forschte er an verschiedenen Experimenten am CERN in Genf und am US-Forschungslabor Fermilab in der Nähe von Chicago. An der Konzeption, am Bau und an der Datenanalyse des ATLAS-Experiments am Large Hadron Collider (LHC) war er maß­geblich beteiligt. Für seine herausragenden Beiträge zur Entdeckung des Higgs-Teilchens erhielt er 2015 die Stern-Gerlach-Medaille, die höchste  Aus­zeich­nung für experimentelle Leistungen, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Neben der Erforschung des Higgs-Teilchens steht die Suche nach sogenannten supersym­metrischen Teilchen im Vordergrund seines Interesses. Von 2017 bis 2021 war er der wissen­schaftliche Leiter (Spokesperson) des ATLAS-Experiments am CERN.

 

Donnerstag, 24.11.2022, 19:00 Uhr - Großes Haus, Staatstheater Mainz

Prof. Dr. Ferdinand Schmidt-Kaler

(Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Quantencomputer mit gefangenen Ionen

© Privat

Quantencomputer versprechen höchste Rechenleistung. Worin besteht das Funktionsprinzip dieser völlig neuartigen Rechenmaschinen? Es sind die für uns unerwarteten und ungewohnten Eigenschaften der Quantenmechanik. Aber wie steht es um die Realisierung des Quantencomputers? Wo liegen die ersten möglichen Anwendungen? Prof. Dr. Ferdinand Schmidt-Kaler beschreibt den Weg zum Bau eines Quantencomputers mit Ionen, der an den Hochleistungsrechner MOGON in Mainz angeschlossen wird. Diese Kombination wird besonders geeignet sein für die Simulationen von komplexen Molekülen und zur Energie-Optimierung chemischer Reaktionen.

Ferdinand Schmidt-Kaler studierte Physik in Bochum, Bonn und München. Vom Max-Planck-Institut in Garching wechselte er 1992 an die ENS in Paris und 1995 an die Uni Innsbruck. Seitdem arbeitet er mit gefangenen Ionen und wie man damit Quantenbits einschreiben und verarbeiten kann. Er wechselte 2005 als Professor nach Ulm und 2010 an die Universität Mainz. Er erforscht hier skalierbare Quantencomputer.

 

Staatstheater Mainz - aktuelle Informationen zur Corona-Situation

Wichtige Information zum Ticketvorverkauf 

Tickets für die Veranstaltung sind ausschließlich online über https://ticket.staatstheater-mainz.de für EUR 5,00 pro Karte erhältlich. In der Schutzgebühr enthalten ist die Hin- und Rückfahrt zum Theater mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Rücknahme der Karten ist ausgeschlossen.

Wir bitten Sie zu unser aller Schutz, die Masken auch am Platz anzubehalten (Stand: 27.05.2022).

Wir informieren Sie gerne über kommende Vorträge und freuen uns auch über Rückmeldungen und Anregungen zu unserer Reihe. Bitte schreiben Sie uns bei Interesse eine E-Mail.