Zur Abwehr gefährlichen Klimawandels müssen die weltweiten Treibhausgasemissionen innerhalb der nächsten Jahrzehnte auf netto Null gebracht werden. Doch die fossilen Emissionen erreichten zuletzt ein Rekordhoch. Wo stehen wir in Deutschland und weltweit mit unseren Anstrengungen, den Klimawandel zu begrenzen: Welche Fortschritte wurden schon erzielt, um die Emissionen zu reduzieren, wie weit sind wir mit Verfahren, um das CO2 wieder aus der Atmosphäre zu entnehmen, und was muss nun getan werden?
Julia Pongratz ist seit 2018 Inhaberin des Lehrstuhls für Physische Geographie und Landnutzungssysteme an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktorin des Departments für Geographie. Sie studierte Geographie an der LMU und der University of Maryland (Abschluss 2006) und führte ihre Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Meteorologie/Universität Hamburg zum frühen Einfluss des Menschen auf das Klima durch, für die sie mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft und dem Wladimir Peter Köppen-Preis der Universität Hamburg ausgezeichnet wurde (Abschluss 2009). Im Anschluss forschte sie an der Carnegie Institution, Department of Global Ecology, Stanford, zu Geoengineering und Nahrungsmittelsicherheit. 2013-2020 leitete sie eine Emmy-Noether-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Meteorologie zu Landnutzungswandel. Julia Pongratz ist Mitglied in den wissenschaftlichen Lenkungsausschüssen mehrerer internationaler Klimaprojekte, etwa des Global Carbon Projects, das jährlich das vielzitierte globale Kohlenstoffbudget erstellt, in dem Pongratz die Abschätzungen der Emissionen und Aufnahmen von CO2 durch Landnutzung leitet. Außerdem trug sie als Autorin in mehreren Arbeitsgruppen zu den Sachstandsberichten des Weltklimarats (IPCC) bei. Seit 2021 ist sie die Sprecherin der BMFTR-Förderlinie “CDRterra” zu CO2-Entnahme aus der Atmosphäre, ein Forschungsprogramm . Sie ist seit 2025 Mitglied des deutschen Expertenrats für Klimafragen und berät die Bundesregierung zudem in Fragen des Natürlichen Klimaschutzes. Sie zählt zu den meistzitierten Wissenschaftler:innen ihres Fachs und ist Mitglied in der Nationalen sowie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Der Vorverkauf beginnt am Samstag, den 19. September 2026.